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Größere Bilder der Martinskirche unter: http://picasaweb.google.com/pfarramtneckartailfingen/MartinskircheNeckartailfingen#
oder auf der Website
http://www.kirchen-online.org/kirchenundkapelleninderregionstuttgart/neckartailfingen---martinskirche.php


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Martinskirche - täglich geöffnet: Sommerzeit 9-18 Uhr, Winterzeit 9-16 Uhr

Pilgerstempel in der Kirche

Pilgerstempel in der Kirche

Adresse: Schulberg 10 (Karte anzeigen)

Unsere Martinskirche steht seit fast 900 Jahren als Gotteshaus in Neckartailfingen. Für Gottesdienste und auch für einzelne Besucher ist sie jeden Tag geöffnet - im Sommerhalbjahr von 9 -18Uhr, im Winterhalbjahr von 9 -16Uhr. Seit 2004 ist sie eine Station auf dem Jakobsweg zwischen Rothenburg/Tauber und Rottenburg/Neckar. (Übernachtungsmöglichkeiten für Jakobspilger - hier klicken)

Die romanische Säulenbasilika aus Stubensandstein ist die älteste Kirche in der Umgebung. Sie beeindruckt im Innern durch ein hohes, schmales Mittelschiff, durch die schlichten, massiven Säulen und die mittelalterlichen Wandmalereien in den Apsiden und in der Vorhalle (Paradies). Der über 500 Jahre alte Turm irritiert den Betrachter durch seine deutlich schiefe Stellung.

An der Stelle der heutigen Kirche stand wohl seit dem 7. oder 8.Jahrhundert eine Holzkirche, die dem Hl.Martin von Tour (4.Jht.) geweiht war.

Im Jahr 1080 schenkten die Grafen von der Achalm Kirchengüter zu Neckartailfingen an das Kloster Hirsau. Der große Baumeister, Abt Wilhelm von Hirsau, hat möglicherweise selber die Pläne für unsere Martinskirche entworfen. Anfang des 12.Jahrhunderts wurde die romanische, dreischiffige Säulenbasilika gebaut. Erst seit 1996 ist die Fertigstellung durch dendrochronologische Untersuchungen der Dachbalken eindeutig auf das Jahr 1111 bestimmt. Wenn die Kirche wie üblich am Namenstag ihres Heiligen geweiht wurde, dann geschah das am 11.11.1111.

Original erhaltene Balken und Dachziegel(!) geben der Martinskirche das „älteste Dach Süddeutschlands" (Ulrich Knapp, Tilman Marstaller).



Neben der Hauptapsis standen in den Seitenapsiden ein Nikolaus-Altar und (noch erhalten) ein Maria-Magdalenenaltar, an denen in vorreformatorischer Zeit eigene Kaplane ihr Amt versahen.

Zwischen 1280 und 1320 wurden die Apsiden und die Vorhalle („Paradies") mit Fresken bemalt, darunter ein thronender Christus als Weltenherrscher, Martin mit dem Mantel, eine Schutzmantelmadonna, Friese von Schöpfung, Fall und Erlösung, ein Kreuzband mit dem Lamm Gottes mitten in einem Himmel aus Sternen und Ranken, Himmelfahrt und Pfingsten.

Einige Stifter wurden in der Kirche bestattet, durch Inschriften belegt.

An der Südseite wurden um 1470 die Fenster im gotischen Stil vergrößert und ein Eingangsbaldachin angebaut.

An der Südkante ist der Turm 130,5 cm schief

An der Südkante ist der Turm 130,5 cm schief

Zwei Turmstümpfe lassen vermuten, dass einmal zwei schlankere, romanische Türme die Kirche geziert haben. Wodurch sie zerstört wurden, ist nicht bekannt.

An der Westseite wurde 1501 ein massiger gotischer Turm gebaut. Vor allem in seinen ersten 200 Jahren neigte er sich – wegen Knollenmergel im Untergrund - bedenklich nach Süden. Der Überhang an der Südecke beträgt stattliche 130,5cm, nimmt aber nach neueren Messungen nicht mehr zu.


"osanna heiß ich, in unser frauen e(h)r läut ich bernhart lachamann goß mich"

"osanna heiß ich, in unser frauen e(h)r läut ich bernhart lachamann goß mich"

Von den vier Glocken der Martinskirche stammen die tiefe E-Glocke und die G-Glocke vom Heilbronner Glockengießer Bernhart Lachamann (1503 und 1505), ihre Beschädigungen wurden im Sommer 2009 geschweißt; die kleinere A- und C-Glocke stammen von 1953 und 1963. Seit Juli 2009 hängen sie wieder in einem eichenen Glockenstuhl (1963 - 2009 stählerner Glockenstuhl mit tiefgekröpfter Aufhängung). Ein Element des alten eichenen Glockenstuhls von 1503 steht im Turmeingang der Kirche.

Die Läuteordnung unserer Martinskirche gibt hier zum Download.

Drei „Pestsärge" in der unteren Turmstube erinnern an den Dreißigjährigen Krieg: im September 1634 wurde der Ort von marodierenden Truppen fast vollständig abgebrannt. Die Bevölkerung floh in die Nachbarorte, viele hinter die Stadtmauern von Grötzingen. Dort brach die Pest aus, 137 Neckartailfinger starben. Die Kirche war erhalten geblieben: für die wenigen Zurückgekehrten in ihrem armseligen Beginnen und im mühsamen Wiederaufbau ein Wahrzeichen der Hoffnung.


Ansprechpartner für die Martinskirche ist neben dem Pfarramt unsre Mesnerin Silvia Beckenbach, Schulberg 11.


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