Beerdigungs- und Trauergottesdienst

Im Gottesdienst am Ewigkeitssonntag Ende November denken wir mit Namen an die verstorbenen Gemeindeglieder, beten für sie und zünden eine Kerze für sie an.

Für verstorbene Gemeindeglieder unserer Evangelischen Kirchengemeinde findet der Trauergottesdienst normalerweise in der Martinskirche statt, bei Beerdigungen mit anschließender Beisetzung auf dem benachbarten Neckartailfinger Friedhof. Oft informiert der Bestattungsunternehmer das Pfarramt über den Todesfall und die bevorstehende Feier. Angehörige können aber auch schon vorher direkt mit dem Pfarramt Kontakt aufnehmen. -

Wenn das Pfarramt über das Sterben eines Gemeindeglieds unterrichtet ist, läuten bei nächster Gelegenheit - um 15Uhr (= Sterbestunde Jesu)  - alle vier Glocken das "Sterbeläuten". Der/die zuständige Pfarrer/in wird mit den Angehörigen einen Termin für ein Trauergespräch vereinbaren. Einige wichtige Daten zum Lebenslauf und - falls vorhanden - Konfirmationsspruch oder Trauspruch des Verstorbenen können dabei hilfreich sein. 

 

Den Organisten für den Gottesdienst bestellt normalerweise unser Pfarramt. Für den Kirchenraum, die Orgelmusik und die Gestaltung der Feier fallen für unsere Gemeindeglieder keine Kosten an. - Weitere Musikwünsche für die Feier in der Kirche oder im Anschluss auf dem Friedhof sollten (evtl. über den Bestatter) von den Angehörigen organisiert und mit dem Pfarramt abgesprochen werden.

Meistens wird der/die Verstorbene im kleinen Leichenhaus neben der Kirche aufgebahrt, dort können die Trauergäste vor der Feier noch einmal an dem offenen Sarg Abschied nehmen (mit dem Einverständnis der Angehörigen). Während des Glockengeläuts wird dann der Sarg in die Kirche vor die Altarstufen geschoben, während die Gemeinde sich erhebt. Am Ende einer Beerdigungsfeier zieht dann die Gemeinde unter dem Geläut der Totenglocke hinter dem Sarg von der Kirche auf den Friedhof, wo der Sarg im Grab beigesetzt wird. -

Bei Trauerfeiern mit anschließender Einäscherung in einem Krematorium und späterer Urnenbeiseitzung endet die Trauerfeier damit, dass der Sarg unter dem Geläut der Totenglocke aus der Kirche geführt und zum Wagen des Bestatters gebracht wird. Die Gemeinde bleibt noch in der Kirche und bekommt zum Abschluss den Segen zugesprochen. In diesem Fall bitten die Angehörigen den Pfarrer/die Pfarrerin manchmal, auch bei der späteren Urnenbeisetzung auf dem Friedhof dabei zu sein.

Die christliche Hoffnung auf die Auferstehung der Toten wird am Grab bzw. am Sarg mit dem Wort Jesu Christi ausgesprochen: "Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt."(Joh.11,25)

Regelung für Angehörige anderer Konfessionen:

Katholische Trauergottesdienste und Feiern anderer Konfessionen und Freikirchen, die der "Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen"(ACK) angehören, können auf Anfrage in der Martinskirche stattfinden. In Grenzfällen entscheidet der Kirchengemeinderat. Zur Deckung der Kosten bitten wir die Angehörigen um eine Spende. Der Organist ist in diesem Fall von den Angehörigen bzw. von der Kirche des Verstorbenen zu bezahlen.

 

Evangelische Beerdigungsfeiern von  Gemeindegliedern auswärtiger Kirchengemeinden durch eine/n Evangelische/n Pfarrer/in sind auf Anfrage beim Pfarramt möglich.  Auch in diesem Fall bitten wir die Angehörigen um eine Spende zur Deckung der Kosten, ebenso um die Bezahlung des Organisten.